EWA legt Grundstein für erstes Urner Biomasse-Kraftwerk

Aus Grünabfällen wird Strom: Im Frühling 2009 geht in Uri das erste Biomasse-Kraftwerk ans Netz, in dem aus Küchen- und Gartenabfällen Strom produziert wird. Der symbolträchtige «Spatenstich » erfolgte heute Nachmittag. Bauherrin ist die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA).

«Heute ist ein wichtiger Tag für den Schutz der Umwelt in Uri», freut sich Jörg Wild, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung, beim Spatenstich zum ersten Urner Biomasse-Kraftwerk. «Mit der neuen Anlage wird einerseits das Grüngut-Entsorgungsproblem gelöst und gleichzeitig Ökostrom produziert: Die Umwelt profitiert gleich doppelt!». Mit dem Biomasse-Kraftwerk wird zudem ein weiterer – wenn auch kleiner – Schritt in Richtung des Ziels getan, den Kanton Uri vollständig mit einheimischem Strom zu versorgen.

Gebaut wird das neue Kraftwerk in Altdorf, und zwar direkt neben der Abwasserreinigungsanlage (ARA). Insgesamt investiert das EWA dafür rund 5 Millionen Franken. Lieferantin der Anlage ist die Firma Kompogas AG aus Glattbrugg. Sie ist Pionierin und Weltmarktführerin bei der Grüngutverwertung mit Energiegewinnung. Dank fünfzehnjährigem Know-how verfügt die Kompogas AG über eine einzigartige Erfahrung und hat die Stromproduktion aus Grünabfällen weltweit bereits in mehr als vierzig Anlagen umgesetzt. «Dank dieser Erfahrung und dem Engagement des EWA erhält Uri jetzt sozusagen eine ökologische ‹Grüngut-Recyclinganlage›», sagt Jörg Wild. Dass die Anlage zusätzlich eine neue Vollzeitstelle schaffe, sei auch aus volkswirtschaftlicher Sicht erfreulich.

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