Millimeterarbeit für höhere Versorgungssicherheit

Mit Millimeterarbeit und moderner Technik ans Ziel: Am Donnerstag, 2. November 2017, wurde der Reguliertransformator für die neue Unterstation Sunnigwiler in Gurtnellen angeliefert. Mit der Unterstation erhöht sich die Versorgungssicherheit für das Urner Oberland und den ganzen Kanton. Sie übernimmt den Abtransport des Stroms aus dem umfassend ausgebauten und erneuerten Kraftwerk Gurtnellen sowie künftig dem Kraftwerk Fellitobel.

Die S-Kurve am Dorfeingang von Gurtnellen ist schon für Personenwagen eng, und für einen Spezialtransport mit einem Transformator eine Herausforderung. «Der Transport erforderte gründliche Planung und Vorbereitung», erklärt Roger Suter, Leiter Netzplanung bei EWA. «Neben der S-Kurve waren in Gurtnellen auch noch die Dorfbrücke und die Bahnunterführung zu bewältigen. Geholfen hat uns, dass für den Transport ein selbstfahrender und steuerbarer Anhänger eingesetzt werden konnte. Er ist erst seit Ende Oktober für den Einsatz auf Schweizer Strassen zugelassen.»

Höhere Leistung bedingt Investition ins Netz

Der Trafo ist das Herzstück der neuen Unterstation Sunnigwiler. «Mit der neuen Unterstation wird das Netz zukunftssicher gemacht und die Versorgungssicherheit für das Urner Oberland und den ganzen Kanton erhöht», führt Andreas Bissig, Leiter des Geschäftsbereichs Netz bei EWA aus. Das umfassend ausgebaute und erneuerte Kraftwerk Gurtnellen produziert  Strom für 7000 Haushalte und verfügt über 60 Prozent mehr Leistung als vorher. Dazu kommt das Kraftwerk Fellitobel. «Die höhere Leistung bringt das bestehende Verteilnetz an die Grenzen», erklärt Andreas Bissig. Die neue Unterstation sichert den Abtransport des Stroms. Zu den 25,5 Millionen, Franken die von der Kraftwerk Gurtnellen AG ins Kraftwerk investiert wurden, kommen für die Unterstation noch einmal 3,7 Millionen Franken dazu.