Neue Kraftwerke prägen erfolgreiches Geschäftsjahr von EWA

Die EWA AG hat im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 82.8 Millionen Franken erwirtschaftet, die Gesamtleistung der EWA-Gruppe lag sogar bei 94.4 Millionen Franken. Der Stromabsatz von EWA ist deutlich auf 466 Millionen Kilowattstunden gestiegen. Der Jahresgewinn konnte um eine halbe Million auf 4.3 Millionen Franken erhöht werden. Das Geschäftsjahr bei EWA stand ganz im Zeichen der Wasserkraft: Im Mai wurde das Kraftwerk Bristen eröffnet, im August ging das Kraftwerk Gurtnellen nach umfassender Erneuerung und Ausbau in den Probebetrieb.

Erstmals seit längerer Zeit haben sich 2017 die Grosshandelsmarktpreise für Strom leicht erholt und weisen aktuell sogar eine steigende Tendenz auf. Die Preise bleiben aber in der Gesamttendenz volatil und damit die Energiewirtschaft nach wie vor anspruchsvoll. Die Preiserholung ist mitunter Grund für das gute Ergebnis bei EWA. Weiter zahlen sich aber vor allem die Investitionen in neue Wasserkraftwerke aus: «Wir haben gegen den Trend neue Wasserkraftwerke gebaut oder bestehende umfassend erneuert» führt Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA, aus. «Die Wasserkraftwerke sind bereits jetzt schon und vor allem aber in Zukunft eine wichtige Säule für den Geschäftserfolg von EWA.»

 

Gute Auslastung in allen Bereichen

«Neben den erfreulichen Zahlen sind es noch andere Faktoren, die das Geschäftsjahr erfolgreich machten» erklärt Werner Jauch. «Wir hatten eine gute Auslastung mit spannenden Aufträgen in allen Bereichen: Energie, Netz, Installation und auch bei der Tochtergesellschaft ComDataNet AG.» Neben den Stromprodukten hat EWA in den vergangenen Jahren auch das Angebot an Dienstleistungen kontinuierlich weiter entwickelt. Die Palette reicht von Dienstleistungen für Kraftwerke über Elektrogebäudetechnik bis hin zu Smart Energy.»

Im Kerngeschäft von EWA ist die Strom-Eigenproduktion im Geschäftsjahr 2016/17 mit 234 Mio. kWh trotz der umfassenden Erneuerung des Kraftwerks Gurtnellen mit entsprechendem Produktionsausfall stabil auf Vorjahresniveau geblieben. Der Stromabsatz stieg deutlich um 53 Mio. kWh auf 466 Mio. kWh an. Daraus resultiert eine höhere Gesamtleistung der EWA AG von 82.8 Millionen Franken (+2.8 Mio.), auf Stufe EWA-Gruppe von 94.4 Millionen Franken (+5.0 Mio.). Der Jahresgewinn beläuft sich auf 4.3 Millionen Franken (+0.5 Mio.).

 

Gemeinsam erfolgreich

«Das gute Jahresergebnis ist das Resultat der tollen Arbeit unserer 313 Mitarbeitenden» führt Werner Jauch aus. Gemeinsam geschriebene Erfolgsgeschichten prägten als durchgehendes Motiv das vergangene Geschäftsjahr von EWA: «Gemeinsam mit den Partnern Elektrizitätswerk Ursern und Elektro Gotthard AG waren und sind wir Dienstleister beim Ausbau der Tourismusregion Andermatt. Dazu gehören Bahnanlagen sowie das Senioren- und Gesundheitszentrum in Andermatt. Dank der neuen  grossen Steckdose für das Urserntal mit der Unterstation Bühl hält die Stromversorgung mit der wirtschaftlichen Entwicklung Urserns mit. Gemeinsam mit den Urner Gemeinden konnten wir neue Konzessionsverträge für die Nutzung des öffentlichen Grund und Bodens im Bereich Netz erarbeiten. Auf dem Dach des Gräwimattschulhauses nahmen wir die erste Gemeinschafts-Photovoltaikanlage von ‚mein URstrom Sun‘ in Betrieb. Unsere neuen Wasserkraftwerke sind gemeinsam durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, dem Kanton, der Korporation Uri und den Standortgemeinden, entstanden. Sie  haben für zusätzliche Wertschöpfung im Kanton Uri gesorgt, für Steuereinnahmen, Wasserzinsen und Arbeit beim Bau und Unterhalt. All das zusammen macht das Geschäftsjahr 2016/17 zu einem erfolgreichen Jahr.»

 

Innovation als Motor der Unternehmensentwicklung
Damit EWA auch in Zukunft erfolgreich bleibt, hat das Unternehmen ein internes Innovationsmanagement lanciert und in Zukunftsthemen wie Smart Energy investiert. Zum Projekt SmartEnergy@ewa gehören Photovoltaik, Speicher, die beiden neuen E-Mobil-Tankstellen von EWA, Smart Home, Smart Meter – alles verbunden mit einer intelligenten Steuerung. «In das Projekt ist die gesamte Liegenschaft an der Herrengasse 1 involviert», erzählt Werner Jauch. «Alle Geschäftsbereiche wirken mit. Das ist wichtig, um Gesamtlösungen aus einer Hand anbieten zu können. Ziel ist es, das Know-how und die Erfahrung in zukunftsträchtigen Technologien weiter auszubauen. Das Projekt ist aus der Innovationsgruppe entstanden, die EWA im vergangenen Geschäftsjahr ins Leben gerufen hat. Wir schenken dem Thema Innovation schon seit Längerem Beachtung und es war neben der Wasserkraft ein Schwerpunkt des vergangenen Geschäftsjahrs».