Sichere Stromversorgung für Riemenstalden

In rund einem Jahr Bauzeit hat EWA die Freileitung zwischen Sisikon und Riemenstalden erneuert. Damit sorgt EWA für noch mehr Netzstabilität in einem exponierten Gebiet: 2,5 Kilometer Verkabelung und eine 500 Meter lange Weitspannung erhöhen die Sicherheit und steigern die Versorgungsqualität für das Riemenstaldnertal.

Am 7. Januar 1951 segnete Benno Gut, Abt des Klosters Einsiedeln unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung und auswärtiger Gäste die Stromversorgung für das Riemenstaldnertal ein. In den über 65 Betriebsjahren haben zahlreiche Föhnstürme an den Leitungen gerissen oder sind Bäume unter der Schneelast in die Freileitungen gestürzt.

2550 Meter Kabel

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG hat die Leitung ins Riemenstaldnertal umfassend erneuert. Knapp eine Million Franken investierte EWA, um die sichere Versorgung der kleinsten vom EWA versorgten Gemeinde – Riemenstalden hat 83 Einwohnerinnen und Einwohner – auch für die nächsten Generationen sicherzustellen. «Die bestehende rund drei Kilometer lange 15-kilovolt-Freileitung zwischen Sisikon und dem Dorf Riemenstalden wurde auf einer Länge von rund 2‘550 m verkabelt, das heisst in den Boden verlegt», führt Andreas Bissig, Leiter Netz und Mitglied der Geschäftsleitung aus. «Eine Talquerung, bei der eine Verkabelung nicht möglich war, wurde mit einer 500 Meter langen Weitspannung mit zwei Stahlmasten realisiert. Zusätzlich haben wir zwei Trafostationen ersetzt.»

Versorgungssicherheit wesentlich gestiegen

Mit diesen Massnahmen kann der Einfluss von Stürmen und Schneelasten künftig weitgehend ausgeschlossen werden. Aus dem Riemenstaldnertal zweigt eine weitere Leitung Richtung Fronalpstock ab. «Dieser Leitungsabschnitt ist sehr exponiert», erklärt Roger Suter, Leiter Netzplanung. «Im Rahmen der Erneuerung haben wir den Leitungsabgang auf den Fronalpstock zusätzlich separat abgesichert. Eine Störung auf diesem  Abschnitt beeinflusst die Leitung zwischen Sisikon und dem Dorf Riemenstalden nicht mehr. Dank der umfassenden Erneuerung der Leitung kann die Versorgungsqualität im ganzen Riemenstaldnertal wesentlich gesteigert werden». 

Wertschöpfung bleibt im Tal

Das Erneuerungsprojekt war kein einfaches Unterfangen: Das Gelände ist sehr steil. Dazu kamen hoher Bergdruck, Wassereinbrüche und die Witterung. Bei der Erneuerung arbeitete EWA mit einer einheimischen Baufirma zusammen: «Damit machen wir generell sehr gute Erfahrungen» führt Thomas Stadler, Bauleiter Netz aus. «Die Einheimischen kennen sowohl die Gegend wie ihren Hosensack als auch die Leute aus dem Tal. Das macht vieles einfacher.» Die Erneuerung schaffte Arbeit und die Wertschöpfung blieb im Riemenstaldental.

Stetige Investition in die Sicherheit

Im Netz von EWA gab es in den vergangenen Jahren immer weniger Ausfälle. Es zahlt sich aus, dass EWA stetig in die Versorgungssicherheit investiert: Leitungen in besonders exponierten Gegenden – wie im Riemenstaldner- oder auch im Schächental – werden konsequent in den Boden verlegt. Diese Erdverkabelungen und besonders stabile Masten bei Freileitungen sind wichtige Faktoren für ein zuverlässiges und stabiles Netz.