Kraftwerke

EWA produziert mit seinen eigenen Wasserkraftwerken und Partnerwerken rund um die Uhr erneuerbare Energie für die Versorgungssicherheit unserer Kunden. Zusätzlich betreiben wir auch drei Photovoltaikanlagen. Alle unsere Kraftwerke sind umweltzertifiziert.

851 Meter Gefälle bedeuteten 1910, als das Wasserkraftwerk Arniberg in Betrieb genommen wurde, eine Pionierleistung im europäischen Kraftwerksbau. Niemand zuvor hatte es gewagt, ein Kraftwerk mit einem so grossen Gefälle zu bauen, bis die Urner das scheinbar Unmögliche schafften. Schöner Nebeneffekt des Kraftwerks ist der auf 1369 m ü. M. gelegene Arnisee, eines der attraktivsten Ausflugsziele Uris.

Installierte Leistung 13,3 MW
Produktion 43,5 GWh
Stromversorgung ca. 9’700 Haushalte

Das Kraftwerk Bristen ist ein sogenanntes Partnerwerk, an dem EWA zu 60 Prozent, der Kanton Uri und die Korporation Uri zu je 15 Prozent sowie die Gemeinde Silenen zu 10 Prozent beteiligt sind. Das Wasserkraftwerk der Kraftwerk Bristen AG bei der Talstation der Seilbahn Bristen–Golzern wurde im Mai 2017 feierlich eröffnet. Es nutzt zur Stromgewinnung einen kleinen Teil des Wassers aus dem Chärstelenbach. Das Wasser wird in der Lägni auf 1004 Meter über Meer gefasst und durch eine 1800 Meter lange erdverlegte Druckleitung in ein Schau-Wasserkraftwerk geleitet.

Website KW Bristen

Installierte Leistung  4,2 MW
Produktion 14,0 GWh
Stromversorgung ca. 3’100 Haushalte

Der Grund, weshalb es EWA überhaupt gibt, befindet sich in Bürglen. 1895 wurde dort am Schächenbach das kleine Wasserkraftwerk Bürglen in Betrieb genommen. Damit ist das Bauwerk unterhalb des Dorfes das älteste Kraftwerk der Elektrizitätswerk Altdorf AG. Heute präsentiert sich das Kraftwerk als zweistufige Anlage, die zwischen 1963 und 1967 neu gebaut wurde. Genutzt wird dabei wie zu Beginn die Kraft des wildesten Schächentalers: des Schächens.

Installierte Leistung   25,0 MW
Produktion 100,0 GWh
Stromversorgung ca. 22’200 Haushalte

EWA hat das ehemalige «Werk 1» der Dätwyler AG (DAG) am Altdorfer Dorfbach 2006 wieder aktiviert und unter dem Namen «KW Dorfbach» in Betrieb genommen. Die DAG hat EWA den Turbinenraum vermietet und auch das Recht für die Nutzung der Wasserkraft des Dorfbachs unterhalb der Turmmatt an EWA abgetreten. Entstanden ist dabei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren. Das KW Dorfbach ist naturemadestare-zertifiziert.

Installierte Leistung 55 KW
Produktion 450’000 kWh
Stromversorgung ca. 100 Haushalte

Die Kraftwerk Erstfeldertal AG baut in Erstfeld ein Wasserkraftwerk. Das Kraftwerk hat am 19. November 2020 zum ersten Mal Strom produziert. Zur Stromgewinnung wird der Alpbach genutzt. Das Wasser wird im Gebiet Schopfen gefasst und zu einem unterirdischen Entsander geleitet. Anschliessend wird das Wasser durch den Rohrstollen in einer Druckleitung hinunter nach Erstfeld geführt. Beim letzten Stück vom Rohrstollen bis zur Kraftwerkzentrale ist die Druckleitung erdverlegt.

Website KW Erstfeldertal

Installierte Leistung 11,5 MW
Produktion 32,0 GWh
Stromversorgung ca. 7’200 Haushalte

Den Namen hat das Wasserkraftwerk Farb in Bürglen vom Gebäude erhalten, in dem sich früher eine Färberei und Walke (Lederbearbeitung) befand. Heute nutzt das naturemade-star-zertifizierte Kraftwerk das Wasser des Altdorfer Dorfbachs.

Installierte Leistung 80 KW
Produktion 600’000 kWh
Stromversorgung ca. 130 Haushalte

1925 hat EWA das Kraftwerk und die Fabrikgebäude in Gurtnellen erworben. Das Kraftwerk nutzt den Gornerbach von der Grueben in der Gorneren bis zur  isenbahnbrücke über den Gornerbach in Gurtnellen Wiler. 1926 erneuerte EWA die Anlage umfassend und baute eine neue Maschinengruppe ein. Mit dem Einbau einer  weiten Maschinengruppe 1942 wurde die Leistung nochmals erhöht.

Ab 2016 wurde das Kraftwerk Gurtnellen umfassend ausgebaut und erneuert. Ende 2017 ging es  ieder in Betrieb. An der Kraftwerk Gurtnellen AG sind EWA zu 70 % und die Korporation Uri zu 30 % beteiligt.

Website KW Gurtnellen

Installierte Leistung 10,2 MW
Produktion 31,5 GWh
Stromversorgung ca. 7’000 Haushalte

Das Kraftwerk Isenthal nutzt die Wasserkraft des Isenthalerbaches zwischen dem Dorf Isenthal und der Zentrale Bolzbach am Urnersee. 1954 wurde die Nutzung des  Isenthalerbaches erschlossen. 1955 wurde das Kraftwerk Isenthal in Betrieb genommen. Im Winter 2008/09 wurde das Kraftwerk umfassend erneuert und zusätzlich eine zweite Maschinengruppe eingebaut. Das Staubecken wird als Tagesspeicher bewirtschaftet.

Installierte Leistung 12,5 MW
Produktion 45,0 GWh
Stromversorgung ca. 10’000 Haushalte

In Ergänzung zum Kraftwerk Isenthal baute EWA von 1957 bis 1959 das Kraftwerk Kleintal. Die Zentrale steht direkt am Staubecken im Dorf Isenthal. Das Kraftwerk  leintal wurde im Winter 2007/08 komplett erneuert. Das KW Kleintal muss immer wieder den schwer zu bändigenden Naturgewalten des Chlitalerbaches standhalten.

Installierte Leistung 1,2 MW
Produktion 4,5 GWh
Stromversorgung ca. 1’000 Haushalte

Das Kleinwasserkraftwerk Leitschach steht mit dem Arnisee und dem Kraftwerk Arniberg in Verbindung. Es wurde im Herbst 2009 ans Netz angeschlossen. Im Kraftwerk wird das Wasser aus dem Leitschachbach erstmals auf einer Höhe von 1384 m ü. M. turbiniert. Von dort gelangt es weiter in den Arnisee und schliesslich ins Kraftwerk Arniberg.

Installierte Leistung 180 KW
Produktion 500’000 kWh
Stromversorgung ca. 110 Haushalte

Die Kraftwerk Palanggenbach AG baut am Palanggenbach in Seedorf ein Laufwasserkraftwerk. Zur Stromgewinnung wird der Palanggenbach genutzt. Das Wasser wird  im Gitschital gefasst und durch eine 1’678 Meter lange Druckleitung in den Bodenwald zur neuen Kraftwerkszentrale geleitet. Die Leistung des Kraftwerks beträgt 3 Megawatt. Das Werk produziert jährlich 11,5 Millionen Gigawattstunden.

Website KW Palanggenbach

Installierte Leistung 3 MW
Produktion 11,5 GWh
Stromversorgung ca. 2’600 Haushalte

Die Kraftwerk Schächen AG hat im RUAG-Areal, kurz vor der Einmündung des Schächenbachs in die Reuss, ein Wasserkraftwerk gebaut. Zur Stromgewinnung wird der Unterlauf des Schächens genutzt. Das Wasser wird ab dem bestehenden Unterwasserkanal des Kraftwerks Bürglen gefasst und durch eine 2’500 Meter lange Druckleitung in das neue Wasserkraftwerk geleitet. An der Kraftwerk Schächen AG sind EWA mit 51 Prozent, der Kanton Uri mit 34 Prozent und die Korporation Uri mit 15 Prozent beteiligt. EWA ist für die Betriebs- und Geschäftsführung des Kraftwerks zuständig.

Website KW Schächen

Installierte Leistung 4,9 MW
Produktion 16,4 GWh
Stromversorgung ca. 3’600 Haushalte

1960 fassten die Gemeinden Spiringen und Unterschächen den Entschluss, ein Kraftwerk zu bauen und dieses als öffentlich-rechtliche Anstalt zu betreiben. 1975 beteiligte sich EWA am Kraftwerk und die Kraftwerk Schächental AG wurde gegründet. Technisch und energiewirtschaftlich ist das Kraftwerk Schächental in den Kraftwerkpark von EWA eingebunden. EWA ist für die Betriebs- und Geschäftsführung des Kraftwerks zuständig.

Installierte Leistung 2,3 MW
Produktion 7,8 GWh
Stromversorgung ca. 1’700 Haushalte

Im Juni 2010 stimmte die Bevölkerung der Gemeinde Seedorf dem Bau des neuen Trinkwasserkraftwerks zu. Im Juli 2010 wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, an der EWA mit 20 Prozent und die Gemeinde Seedorf mit 80 Prozent beteiligt ist. Im Mai 2011 ging das Kraftwerk in Betrieb. Integriert ist die Turbine des Kraftwerks Seedorf in der Kraftwerkzentrale des Kraftwerks Isenthal. EWA ist für die Betriebs- und Geschäftsführung des KW Seedorf zuständig.

Installierte Leistung 400 KW
Produktion 1,4 GWh
Stromversorgung ca. 300 Haushalte

Das Kraftwerk Stäubenwald hat eine bewegte Zeit hinter sich. 1885 wurde es als erstes Wasserkraftwerk in Uri durch die Granitwerke Gurtnellen AG gebaut. 1897 ging es in den Besitz der Elektrochemischen Werke über, die es zur Stromgewinnung nutzten. 1925 übernahm EWA die gesamte Anlage.

Nach einem «Dornröschenschlaf» von  ast 100 Jahren wurde das Kraftwerk von EWA vollständig erneuert wieder in Betrieb genommen oder eben wieder erweckt.

Installierte Leistung 325 KW
Produktion 650’000 kWh
Stromversorgung ca. 140 Haushalte

Das Photovoltaikkraftwerk auf dem Dach des Kraftwerks Bürglen hat im Juni 2005 die Produktion aufgenommen. Mittels Solarzellen wird die Sonnenenergie direkt in elektrische Energie umgewandelt.

2009 wurde die Anlage vergrössert. Auf dem Dach des Kraftwerks Bürglen steht nun eine der grössten Photovoltaikanlagen im Kanton Uri. 99 Panels mit einer Fläche von 125 Quadratmetern erzeugen zertifizierten Ökostrom mit dem Label naturemade star.

Installierte Leistung 15,0 kW
Produktion 15’000 kWh

Im Herbst 2016 lancierte EWA Photovoltaikanlagen für Alle. Auf dem Dach des Gräwimatschulhauses in Schattdorf ist seit Ende März 2017 die erste Anlage von «mein URstrom Sun» in Betrieb. 115 Photovoltaikpannel mit einer Gesamtfläche von 187 Quadratmetern nutzen die Kraft der Sonne und produzieren zertifizierten Ökostrom mit dem Label naturemade star.

Installierte Leistung 30,0 kW
Produktion 27’000 kWh

Seit September 2017 ist auf dem Dach der Einstellhalle bei EWA an der Herrengasse eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Die Anlage ist Teil des Projekts SmartEnergy. Der produzierte Strom wird soweit möglich vor Ort gebraucht oder gespeichert. Zum Projekt gehört auch ein Batteriespeicher in Lithium Ionen Technologie mit einer Speicherkapazität von 6,5 kWh und einer Leistung von 2 kW. Der thermische Speicher (Boiler) wird ebenfalls mit dem Solarstrom erwärmt, um den Eigenverbrauch zu optimieren. Weiter wird die E-Mobil Tankstelle in das Lastmanagement integriert. Und schliesslich ist im Projekt der Einsatz von SmartMetern für Strom, Wärme und Wasser sowie die Echtzeit-Visualisierung von Daten (Strom, Wärme, Wasser) vorgesehen.

Installierte Leistung 20,0 kW
Produktion 19’000 kWh

Unsere Kraftwerke erfüllen hohe Standards. Nachfolgend finden Sie die Erklärungen zu unseren Zertifizierungen:

naturemade star

Die Qualitätsstufe «star» zeichnet besonders umweltschonend produzierte Energie aus. Diese stammt wie bei naturemade basic aus 100% erneuerbaren Energiequellen und bürgt für die Einhaltung zusätzlicher strenger und umfassender ökologischer Auflagen.

Weitere Informationen

naturemade basic

Die Qualitätsstufe «basic» steht für Strom, Wärme/Kälte und Treibstoff aus erneuerbaren Energiequellen.

Weitere Informationen

Treibhausgas-Inventar

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG misst alle CO²-Emissionen und -Äquivalente. Das Treibhausgas-Inventar für die CKW-Gruppe wurde von der Zertifizierungsstelle SGS gemäss ISO 14064-1 zertifiziert.

Umweltmanagementsystem

Die Norm ISO 14001 ist die Richtlinie für den Aufbau eines vollständigen Umweltmanagementsystems. Zertifizierte Betriebe verpflichten sich zur Einhaltung der gesetzlichen Umweltvorschriften und zur Vermeidung unnötiger Umweltbelastungen und Risiken.

Weitere Informationen

naturemade basic

Die Qualitätsstufe «basic» steht für Strom, Wärme/Kälte und Treibstoff aus erneuerbaren Energiequellen.

Weitere Informationen

Treibhausgas-Inventar

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG misst alle CO²-Emissionen und -Äquivalente. Das Treibhausgas-Inventar für die CKW-Gruppe wurde von der Zertifizierungsstelle SGS gemäss ISO 14064-1 zertifiziert.

Vorsicht beim Aufenthalt an Fliessgewässern

Die Urner Kraftwerke treffen  Sicherheitsmassnahmen, um alle Personen bei Gewässern in der Nähe von Kraftwerken möglichst zu schützen. Beim Aufenthalt an diesen Gewässern ist besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten.

Im Sommer locken schönes Wetter und warme Temperaturen zum Aufenthalt in und an kühlen Gewässern. Bachbette laden zum Picknicken und Sonnenbaden ein. Einige dieser Gewässer werden in Uri für die Produktion von nachhaltiger, erneuerbarer Energie genutzt. Diese Nutzung verlangt besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht beim Aufenthalt an den Gewässern. So kann der Betrieb der Urner Wasserkraftwerke an diesen Bächen und Flüssen auch bei schönem Wetter zu jeder Tages- und Nachtzeit plötzlich zu einem unerwarteten Anstieg des Wasserspiegels führen. Auch Wettereinflüsse in der Ferne wie etwa Gewitter in den Bergen können unerwartete Hochwasser verursachen.

In ihrer Kommunikationskampagne machen die Urner Kraftwerke alle Badenden, Fischer, Wanderer und Touristen auf die Gefahren aufmerksam: An allen Bach- und Flussläufen im Einzugsgebiet der Kraftwerke stehen Warntafeln. Diese weisen auf die Gefahr eines plötzlichen Anstiegs des Wassers hin.

In ausgeschilderten Gebieten ist besondere Vorsicht geboten. Baden, Spielen am Bachbett, Canyoning, Riverrafting oder Kanu fahren sind in diesen Gebieten untersagt.

Merkblatt

Ihre Ansprechpartner

Werner Jauch

Vorsitzender der Geschäftsleitung