Anschuss beim KW Erstfeldertal

Ein Knall markierte am Montag, 17. Juni, kurz nach elf Uhr, einen wichtigen Meilenstein beim Bau des Kraftwerks Erstfeldertal. Mit dem Anschuss, der ersten Sprengung, wird der Stollen für die Druckleitung in Angriff genommen. Die Arbeiten am Kraftwerk sind auf Kurs und machen gute Fortschritte.

Zuerst fünf Hornstösse, dann drei und dann ein dumpfer Knall: Mit dem Anschuss wurden am 17. Juni 2019 die ersten Felsbrocken des Druckleitungsstollens für das KW Erstfeldertal gesprengt. Vor den Mineuren liegt nach dem Startschuss noch viel Arbeit: Rund 900 Meter lang wird der Stollen, in dem ab Ende 2020 das Wasser von der Fassung zu den Turbinen des Kraftwerks geleitet wird.

Glückauf für gutes Gelingen

Der Anschuss für den Druckstollen wurde in einer kleinen, würdigen Feier begangen. Pfarrer Viktor Hürlimann segnete die Baustelle und die Statue der Heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Mineure und Tunnelbauer am Stollenportal. Nach der Sprengung wünschten sich Mitarbeitende der Gasser AG, von Implenia und EWA, Vertreter der KW Erstfeldertal AG, Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Gäste gegenseitig «Glückauf» für ein gutes Gelingen der Arbeiten.

Geologisch überwacht

Am 12. Juni 2019 hatten sich am frühen Morgen oberhalb Spätach – Hängiberg – Birchi in der Nachbarschaft der Baustelle Felsbrocken und Steine gelöst. Die Baustelle des KW Erstfeldertal wurde durch dieses Ereignis nicht betroffen. Das Ereignis steht auch in keinem Zusammenhang mit der Bautätigkeit, weder im Bereich der Kraftwerkszentrale noch der Wasserfassung. Es war die Folge der äusserst starken Regenfälle, die in verschiedenen Teilen des Kantons Uri  zu Erdrutschen und Felsabbrüchen geführt haben. Im Rahmen des Bauprojekts wurden umfangreiche geologische Abklärungen getroffen. Das Gebiet, in dem sich die Baustelle der Kraftwerkszentrale befindet, wird auch in Zukunft geologisch überwacht und falls notwendig werden Massnahmen getroffen. Damit kann sowohl die Sicherheit der Baustelle als auch des Kraftwerks in Betrieb gewährleistet werden.

Ende 2020 in Betrieb

Die Bauarbeiten am Kraftwerk Erstfeldertal sind sowohl bei der Wasserfassung als auch bei der Kraftwerkszentrale auf Kurs. Das neue Kraftwerk soll Ende 2020 in Betrieb gehen und liefert künftig Strom für 7‘200 Haushalte. Von der Gesamtinvestitionssumme von 37 Millionen Franken bleiben rund 75 Prozent im Kanton Uri. Am Bau werden zwischen 40 bis 50 Urner Firmen beteiligt sein.