Kraftwerk Bristen hat erste Bewährungsprobe gut bestanden

Die Kraftwerk Bristen AG konnte an ihrer Generalversammlung vom 13. März 2019 auf ein gutes erstes volles Betriebsjahr zurückblicken. Das Kraftwerk erlebte im August 2018 mit einem starken Hochwasser einen ersten Härtestet. Es produzierte im vergangenen Geschäftsjahr mit 17,14 Millionen Kilowattstunden(kWh) mehr Strom als budgetiert und liefert erneuerbare Energie für die Energiewende.

Im August 2018 führte der Chärstelenbach im Maderanertal nach starken Niederschlägen bis zu 50 m3 Wasser pro Sekunde. Diese gewaltige Wassermenge mit hohem Anteil an Sand und Geschiebe verursachte Schäden an den Anlagen des KW Bristen. Dank dem raschen Eingreifen der Fachspezialisten von EWA war das Kraftwerk aber in kurzer Zeit wieder betriebsbereit und hat damit einen ersten grossen Bewährungstest sehr gut bestanden.

Hohe Jahresproduktion
Mit einer Jahresproduktion von 17,14 Millionen kWh übertraf das KW Bristen die budgetierte Produktion von 14 Millionen kWh um mehr als 20 Prozent. «Wir konnten im ersten Geschäftshalbjahr dank einer günstigen Wetterkonstellation viel Wasser turbinieren» erklärt Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der KW Bristen AG. «Ein weiterer Faktor für die gute Produktion war die hohe Verfügbarkeit der Kraftwerksanlagen.»

Bemerkenswerter Zubau
2018 feierte die Energiestrategie des Kantons Uri ihr 10-Jahr-Jubiläum. Im Bereich der Wasserkraft hat sie zum Ziel, die Produktion bis 2020 gegenüber 2006 um 150 Millionen kWh zu erhöhen. EWA hat in den vergangenen Jahren zusammen mit Partnern 116 Millionen kWh Stromproduktion zugebaut und leistet damit den Hauptanteil, damit das Ziel erreicht werden kann. Die 116 Millionen kWh zusätzliche Stromproduktion sind eine bemerkenswerte Zahl. Sie entsprechen mehr als 25 Prozent des Zubaus im Bereich der Kleinwasserkraft in der ganzen Schweiz in den letzten 10 Jahren. «Die Wasserkraft ist und das Rückgrat der Stromversorgung in der Schweiz» führt Werner Jauch aus. «Neue Kraftwerke wie das Kraftwerk Bristen sind wichtig für unsere langfristige, unabhängige und nachhaltige Stromversorgung .»

Mehrwert für viele
Die Wirkung eines grossen Infrastrukturprojekts wie des KW Bristen mit einer Investitionssumme von 18.5 Millionen Franken geht aber weit über die Energieproduktion hinaus. Der Bau des Kraftwerks schaffte regionale Wertschöpfung für rund 40 Urner Firmen und sorgt im Betrieb weiterhin für Arbeit. Im vergangenen Jahr leistete das KW Bristen rund 643‘000 Franken Beiträge an die öffentliche Hand  in Form von Wasserzinsen, Steuern  und Dividenden. Das Kraftwerk erhöht die Versorgungssicherheit des Maderanertals. Und es ist als Schauwasserkraftwerk auch eine touristische Attraktion.

Positive Signale über die Landesgrenze hinaus Das Wasserkraftwerk Bristen als bautechnische, bewilligungstechnische  und auch energiewirtschaftliche Pionierleistung stösst auf internationales Interesse. EWA als Projektentwicklerin und Betreiberin des Werks wurde im September 2018 eingeladen, das Kraftwerk am internationalen Anwenderforum Kleinwasserkraft in Freiburg in Breisgau einem breiten internationalen Fachpublikum vorzustellen. Das zeigt, dass positive Signale und besondere Leistungen aus Uri auch weit über die Kantons- und Landesgrenzen wahrgenommen werden.